Zahnriemen

In allen modernen Fahrzeugen befinden sich eine oder mehre Nockenwellen im Zylinderkopf. Damit diese die Gaswechselvorgänge des Motors
steuern kann, wird sie entweder von einem Zahnriemen oder einer Steuerkette angetrieben.

Grundsätzliche Vorteile des Zahnriemens der Kette gegenüber sind der leisere Lauf sowie das geringere Gewicht. Nachteile sind der turnusmäßig notwendige Wechsel und die bei Nichteinhaltung entstehende Gefahr des Zahnriemenrisses mit nachfolgendem Motorschaden. Besonders wichtig bei einem Motor mit Zahnriemen ist der Wechsel nach Herstellervorschrift. Wird der Riemen nicht nach der vorgeschriebenen Zeit bzw. der vorgeschriebenen Kilometerleistung erneuert, droht ein Zahnriemenriss und als direkte Folge ein Motorschaden.

Wichtig beim Zahnriemenwechsel ist, dass Spannrollen und Umlenkrollen (bis auf äußerst seltene Ausnahmen) auf jeden Fall mitgewechselt werden. Sollte die Wasserpumpe vom Zahnriemen angetrieben werden – was bei circa 70% aller Fahrzeuge der Fall ist - so sollte auch diese unbedingt ebenfalls gewechselt werden. Denn die Gefahr ist groß, dass durch die höhere Spannung des neuen Riemens das Wasserpumpenlager überlastet wird; und wenn die Wasserpumpe zu einem späteren Zeitpunkt gewechselt werden muss, dann muss dafür der Zahnriemen wieder ausgebaut werden! Das sind dann doppelte Lohnkosten, die man sparen kann.

Wann dieser Wechsel nötig ist, steht im Serviceheft des Fahrzeugs. Sollten Sie das Serviceheft nicht haben, können Sie diese Information auch beim Autofachmann erhalten, wir haben entsprechende Servicedaten für alle Fahrzeuge. Der Vorteil der Steuerkette dem Riemen gegenüber ist ihre Wartungsfreiheit. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen. Zwar gibt es für Steuerketten keine Wechselintervalle, allerdings sind bestimmte Motoren dafür bekannt, dass der Kettentrieb Verschleiß zeigt. So längen sich beispielsweise bei verschiedenen Motoren die Ketten, wodurch sich der Motorlauf verschlechtert. Ebenfalls sind der Steuerkettenspanner oder auch die Gleitschienen bei manchen Fahrzeugen nur begrenzt haltbar, was sich durch rasselnde oder schleifende Geräusche bemerkbar macht. In diesen Fällen müssen die Steuerkette sowie Spanner und Gleitschienen ebenfalls ersetzt werden. Bei einem Zahnriemen- oder Steuerkettenwechsel muss gewährleistet sein, dass die Einstellung der Nockenwelle(n) absolut exakt zur Kurbelwelle ist. Ist das nicht der Fall, so kann es zu Leistungsverlust, unruhigem Motorlauf, schlechtem Startverhalten, erhöhtem Kraftstoffverbrauch, schlechteren Abgaswerten oder sogar Motorschäden kommen.

Um die Exaktheit der Einstellung zu erreichen, benutzen wir, abgestimmt auf den jeweiligen Fahrzeug- und Motortyp, eine Vielzahl von Spezialwerkzeugen sowie spezielle Software, in der die einzelnen Arbeitsschritte sowie notwendige Messwerte aufgeführt sind.